
Fraktionierte Selbsterfahrung in Gruppe
„Alles war eins und erhielt im Zusammenspiel einen Sinn, der tiefer wirkte, als es das bloße Nebeneinander der einzelnen Teile bisher vermocht hatte.“
(Robert Seethaler)
Ab Januar 2027 biete ich fraktionierte Selbsterfahrung in einer Gruppe an, für Personen, die sich in Aus- und Weiterbildung befinden. Die neu gegründete Gruppe wird ab diesem Zeitpunkt als slow-open-Gruppe weiter geführt.
Meines Erachtens bildet die Selbsterfahrung das Herzstück der Aus- und Weiterbildung für Personen, die in psychotherapeutischen Berufen tätig sind. Sie ist der wesentliche Grundstock und Baustein der Arbeit an der eigenen Person und eine notwendige Voraussetzung für die Arbeit mit Patient*innen. Dabei fördert die Selbsterfahrung in einer Gruppe das eigene Wachstum und trägt entscheidend zur Entwicklung und Entfaltung der beruflichen Identität bei; denn: es sind vor allem Beziehungen, die uns helfen und uns heilen, wenn wir in ihnen eingebettet sind. Wie in einem Mikrokosmos spiegelt sich in der Gruppe der Makrokosmos des Lebens wider. Als Individuen dieser Welt bewegen wir uns im Austausch beständig in sozialen Situationen. Wir sind durch soziale Beziehungen konstituiert oder zumindest gerahmt. Die psychoanalytisch ausgerichtete Gruppe bietet in einem geschützten Rahmen die Möglichkeit, Momente der genuinen Anteilnahme, des wechselseitigen sich berühren lassen, zu erfahren. Mitten in der gemeinsamen Arbeit der Gruppe entsteht so ein Möglichkeitsraum, in dem triangulierende Beziehungs- und Übertragungsangebote
erlebbar werden.
Ab 2027 finden 9 Wochenenden fraktionierte Selbsterfahrung im Jahr statt,
immer freitags von 15:00 Uhr - 16:30 Uhr
und 17:00 Uhr bis 18:30 Uhr
und samstags von 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr
und 12:00 Uhr bis 13:30 Uhr.
Melden Sie sich bitte bei mir persönlich, dann teile ich Ihnen die genauen Wochenenden mit.
Gruppe als Ort des Gesehenwerdens
„Weißt du, was Sehen ist? Vermehren. Sehen ist Durchdringen und Vermehren.
Oder auch Erfinden. Um dir zu gleichen, musst du dich erfinden, immer wieder, mit jedem Blick. Was erfunden ist, ist verwirklicht. […] Wenn du siehst, wirst du gleichzeitig auch selbst gesehen, dein Blick kommt zurück. Sehen, herrjeh: es kann auch investieren bedeuten, oder warten auf Veränderung. Du hast alles vor dir, die Dinge[…], aber sie sind es nicht gewesen, wenn du nicht etwas dazu tust von dir aus. Sehen: das ist doch nicht zu den Akten nehmen. Man muss doch bereit sein zum Widerruf. Du gehst weg und kommst zurück, und etwas hat sich verwandelt. Du siehst, wo ein anderer ist, wo etwas anders ist, da muss eine Bewegung zu ihm hinführen. Sehen ist so ein Tausch auf Gegenseitigkeit. Was dabei herausspringt, ist gegenseitige Veränderung. […] Ihr erkennt euch gegenseitig. Sehen heißt auch: einander entgegenkommen, einen Abstand verringern. Aber: Sehen ist auch Bloßstellen. Etwas wird so aufgedeckt, dass keiner sich ahnungslos geben kann. […] Man beginnt zu sehen, wenn man aufhört den Betrachter zu spielen. Etwas, das nicht gesehen ist, ist
auch nicht gemeistert.“
(Siegfried Lenz)
Analytische Psychotherapie, Kombinationstherapie,
Analytische Gruppentherapie (D3G),
Tiefenpsychologische Psycho-
therapie und Psychoonkologie
Praxis im
ELBE Einkaufszentrum
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